Starke Stimme für Menschen mit Behinderungen
– Pressemeldung des Bezirks Oberbayern –
Ein neu eingerichteter Inklusionsbeirat wird sich künftig der Belange von Menschen mit Behinderungen im Bezirk Oberbayern annehmen. In das Gremium werden Menschen mit Behinderungen berufen, um aktiv am politischen Leben mitzuwirken. Vorsitzende sind die beiden Inklusionsbeauftragten des Bezirks (bisher: Behindertenbeauftragte), Claudia Hausberger und Dr. Frauke Schwaiblmair. Der Bezirkstag hat die Einrichtung des Beirats und dessen Satzung in seiner Sitzung am 16. Dezember einstimmig beschlossen.
Der Bezirk Oberbayern sieht sich der Anerkennung und Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, seit diese im Jahr 2009 vom Deutschen Bundestag ratifiziert wurde. Auch ist er seit langem Mitglied der Charta der Vielfalt, die sich der Wertschätzung der menschlichen Diversität verschrieben hat.
Die menschliche Diversität
Alter, Behinderungen, ethnische Zugehörigkeit und Nationalität, soziale Herkunft, Geschlecht und Weltanschauung (Religion) sowie sexuelle Orientierung: Die in der Charta definierten Bereiche lebt der Bezirk nach den Worten seines Präsidenten Josef Mederer nach innen und außen. „Als Bezirk treten wir ein für Inklusion, Partizipation, Selbstbestimmung und Teilhabe aller Menschen“, sagte Mederer. „Mit dem Inklusionsbeirat und den Inklusionsbeauftragten als dessen Vorsitzende geben wir Menschen mit Behinderungen im Bezirk eine starke Stimme.“
Behindertenbeirat auf Bezirksebene
Die beiden Behindertenbeauftragten Hausberger und Schwaiblmair sind seit November 2018 im Amt. Sie sind ehrenamtlich, überparteilich, unabhängig und überkonfessionell tätig. Anfang 2020 hatten sie im Bezirkstag beantragt, ein Konzept für die Einrichtung eines Behindertenbeirates auf Bezirksebene zu erstellen. Mit dem Beschluss des Bezirkstags wird dieser nun als Inklusionsbeirat installiert. Er soll die Inklusionsbeauftragten in allen Fragen zu Inklusion, Partizipation, Selbstbestimmung, Teilhabe, Bewusstseinsbildung sowie Barrierefreiheit und Zugänglichkeit unterstützen und beraten.
Als Vorsitzende des Inklusionsbeirats sollen sich Hausberger und Schwaiblmair zunächst schwerpunktmäßig der Belange von Menschen mit Behinderungen annehmen – entsprechend der Hauptaufgabe des Bezirks als Träger der Eingliederungshilfe. In einem schrittweisen Prozess sollen auch die weiteren Vielfaltsbereiche in den Inklusionsbeirat eingebracht werden.
Mehr aktuelles
31. 03. 2021
Bei der Diagnose „Trisomie 21“ entscheiden sich Eltern häufig für eine Abtreibung. Und auch in der Pandemie haben es Menschen mit Down-Syndrom oft nicht leicht. Doch Beispiele zeigen, dass ein Leben mit Trisomie 21 gar nicht schwer sein muss. "Tanz am Abgrund“ [...]
02. 03. 2021
Menschen mit Behinderung: Probleme bei Assistenz in Kliniken, Vergessen in der Coronakrise Menschen mit Behinderung sollen einen geregelten Anspruch auf Assistenz haben, wenn sie im Krankenhaus be handelt werden. Auch werden Menschen mit Behinderung in der Coronapandemie oft nicht genug beachtet. Auf [...]
25. 02. 2021
Viele Unternehmen fürchten bei der Inklusion vor allem die Bürokratie. Ein Netzwerk in Sachsen bietet Hilfe, indem es als zentraler Ansprechpartner für Unternehmen agiert.
10. 02. 2021
In Sachsen haben sich verschiedene Behörden und Verbände zum Dienstleistungsnetzwerk Support zusammengeschlossen, um Unternehmen bestmöglich darin zu unterstützen, Menschen mit Behinderungen in ihre Betriebe zu integrieren – sei es durch Geld, technische Hilfsmittel oder weitergehende Hilfen. Ein Gespräch mit dem Support-Koordinator und [...]