ZTH Wohnhaus für junge Menschen mit Behinderung

Das Pilotprojekt in der Konzeller Straße

Was bewegt Eltern eines heranwachsenden Kindes mit Handicap mehr als die Frage, nach dem künftigen Wohnumfeld. Wo wird mein Kind leben, wenn die Angehörigen einmal nicht mehr sind? Gibt es ein Wohnmodell für ein Leben mit so viel Unterstützung wie nötig und so viel Selbstbestimmung wie möglich?

Hierzu bestehen mannigfaltige Wünsche und Vorstellungen. Vieles ist nicht leicht zu realisieren, einiges gar nicht. Wir spürten bei den Angehörigen viel Verunsicherung und Ratlosigkeit.

  • Wie leben Menschen mit Behinderung in der Zukunft?

  • Wo gibt es Bedarf an Verbesserungen?

  • Was ist zukunftsfähig, was nicht?

Es gibt bereits viele Organisationen und Vereine, die sich auch mit diesen Themen auseinandersetzen. Die Gründer von Zukunft-trotz-handicap e.V. wollen direktere, neue Wege gehen. Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen, wir sehen uns als Ergänzung. Neue Wohnformen für Menschen mit Behinderung zu finden und diese erfolgreich umzusetzen, das war unser Gedanke.

Wir wollten eine Brücke schlagen zwischen sozial schwächeren und sozial stärkeren Familien und unsere Netzwerke nutzen, um Synergieeffekte zu entwickeln und um mit einem Füllhorn voll von unterschiedlichsten Expertisen an unser Wohnheim-Projekt heranzugehen.

Die Idee zur Gründung war und ist es, Menschen mit angeborenen oder erworbenen Behinderungen und deren Angehörige zu unterstützen. Die Unterstützung sollte sowohl in Form von Beratung, Zuwendung, Geld- und Sachleistungen als auch durch die Entstehung neuer Wohnformen erfolgen. Der Bau eines neuen Wohnheimes für Menschen mit Handicap, finanziert von betroffenen Eltern und möglichen Spendern, hatte oberste Priorität.

Ein Vorstandsmitglied brachte seine persönliche Erfahrung aus einem ähnlichen Projekt in Oberschleißheim mit, welches zum Zeitpunkt der Gründung von ZTH e.V. schon seit einigen Jahren erfolgreich durch das Augustinum betrieben wurde.

Durch die Kontakte der Vorsitzenden zur Gemeinde stand bald ein geeignetes Grundstück zur Verfügung. In der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn wurde gleichzeitig ein Partner gefunden, der ein besonders offenes Ohr für soziale Belange hat.

Die Infrastruktur und die optimale Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz sowie die Nähe zu München machten das in Rede stehende Grundstück besonders attraktiv. In der Gemeinde wird Inklusion seit Jahren nicht nur unterstützt, sondern auch gelebt.

Unser Pilotprojekt fand seinen Platz in einem Neubaugebiet der Gemeinde. Ein Haus mit offenen Türen entstand in unmittelbarer Nähe zu anderen Gemeindemitgliedern. Musikveranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten der Bewohner mit den Nachbarn und der ganzen Gemeinde sind Teil des Programms. Für gemeinsame Aktionen können der Mehrzweckraum, der Fitnessbereich, die Terrasse und viele weitere Räume genutzt werden.

Im Sinne des eigenen Anspruchs, wurden in diesem Projekt auch Plätze für sozial schwache Familien geschaffen. Es konnte die Manfred Halbauer Stiftung gewonnen werden, die dafür zwei Wohnheimplätze zur Verfügung stellt.

In der folgenden Präsentation können Sie sich einen kurzen Einblick in die organisatorischen Abläufe zum Wohnheimbau verschaffen.

Für detaillierte Fragen von Betroffenen, Vereinen und Institutionen haben wir einen Leitfaden zum Wohnheimbau entwickelt, den wir kostenpflichtig zur Verfügung stellen. Ebenso beraten und helfen wir gerne bei Ihrer Projektentwicklung.

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